So Deutsch wie mein Großvater

ccw & roses germany

My brother in Germany.

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Für die Englisch, nach unten scrollen.
Special thanks to Steffi Smarsly for translation assistance.

Als ich 8 war, lebte ich im Norden Deutschland, im Schatten von Hamburg – eine der Wohnungen meiner Vorfahren. Mein Zuhause wurde dann Deutsch. Meine Schule war Deutsch. Mein Essen war Deutsch. Meine Freunde waren Deutsche. Ich war Deutsch. Aber meine Eltern waren Amerikaner, und ich glaubte meine Rolle in der Familie war sie mehr zu Deutschen zu machen.

Ich trainierte sie in der Sprache und den Nahrungsmitteln und der Kultur und Geschichte von Schleswig-Holstein, der Region, in der wir lebten, die seit Jahrhunderten abwechselnd unabhängig wurde, Dänisch oder Deutsch – oder gelegentlich im Krieg, in dem die Zugehörigkeit zu ehren wechselte.

Ich war der Vermittler zwischen meiner  Familie – meinem Vater, meiner Mutter, meinem  juengeren  Bruder – und der Welt draußen, Korrektor meines Vaters, als er in meinen Spielen durch die Verkündigung, „nicht Scheiße!“ als er meinte „Nicht schießen“ – und meine Mutter  erklärte, dass in der  Nachbarschaft die Mädchen versuchten, Haiko’s Hose nach unten zu ziehen, nachdem sie gesagt hatte, „Ja, Haiko! Das ist gut“, weil sie wollte dass er unseren Hof verlaesst, damit Sie das Haus sauber machen konnte.

Ich war der Sprachführer im Restaurant Alster Au, wo ich immer nach Hühnersuppe gefragt habe, weil sie dicker war als alles, was ich je gegessen hatte – und in anderen Restaurants, wo ich immer den blauen Forelle in Nordeuropa bestellt, weil ich mich amüsierte, wenn der Koch den Fisch an unseren Tisch rollte und den Fisch entgraetete. Dabei erfreute er sich, dass ein junges Kind so einen anspruchsvollen Geschmack hatte.

Ich war das junge deutsche Kind, dass meine Mutter aus ihrem Hinterhof jagte, weil sie Ruhe  am Nachmittag wollte – und sie hatte meine Stimme nicht erkannt, nachdem ich in der gleichen Sprache fließend geworden sei während sie mit der Sprache am Markt über Heegbarg Straße kämpfte um an diesem Abend ein Viertel Pfund gemischtes Hack zu bestellen.

Ich war das junge deutsche Kind, dass zwischen meinem jungen deutschen Freunden und meinem Ingenieur Vater, der in deutscher Sprache kommunizieren konnte, wenn das Thema fluid dynamics übersetzt wurde,  aber er jedoch noch unbeholfen war über Fahrräder und Sandkastengespräche und die dritte Klasse zu sprechen.

Es war eine dramatische und belebende Rolle für eine 8-jährige, für ein ganze Jahr, die wir in Poppenbütttel gelebt haben und wenn wir nach Darmstadt reisten,  nach Oslo, den Niederlanden nach Glasgow, auch wenn unsere Gastgeber perfekt Englisch sprachen. Es war komfortabel, so Deutsch wie mein Großvater zu sein und der neueste Deutsche in der Familie Abstammung  zu sein. Es war auch gut zu wissen, dass ich nicht aus den Erwachsenengesprächen an dem Tisch von der Großmutter Krollpfeiffer in den Vereinigten Staaten ausgeschlossen worden wäre.

Es war das erste große Problem meines jungen Lebens diesen Komfort zu verlassen und diese Gegend zu verlassen, wo ich überlebensfähig war, an dem Ort, wo niemand etwas sprach ausser Englisch.

Fräulein Holve und die Alstereder Schule, Fräulein Evers und ihre Zigaretten, Olaf und sein explosives Lächeln, Henrietta und ihre zarten Hände und sanfte Stimme, Knut, der schien immer ernst aus meiner Sicht, Herr und Frau Jung und ihre warme Begrüßung, mein Fahrrad mit dem geraden Lenker, die Leichtigkeit des Stadthauses Nachbarschaft mit den ständig rotierenden Anzahl von Freunden und Kollegen, dem Sandmännchen der die Bett Zeit ankündigte, das winzige Bad in der zweiten Etage mit Dachschrägen, dem sicheren Bett, wo meine Eltern mir Bücher in Englisch vorlasen, also wurde ich immer an meine Muttersprache erinnert – alle während der Zeit, als es hieß zu packen und an Board des Schiffes zu betreten um zurück in Richtung Westen zu kehren. Das Bett in dem ich ein ganzes Jahr nicht geschlafen habe. Das einzige Positive war meinen Hund „Happy“ wieder zu sehen.

Mein Leben in Poppenbüttel hat mich verändert. Mein Leben in Poppenbüttel war mein Leben. In gewisser Weise beendete mein Leben in Poppenbüttel auch mein Leben. Deshalb ist der Film, der sich am ehesten auf mein Leben bezieht, der Film von Wim Wender „Der Himmel über Berlin“, aus dem ich diese Zeile von Peter Handkes „Lied der Kindheit“ zitiere:

Wie kann es sein, daß ich, der ich bin,
bevor ich wurde, nicht war,
und daß einmal ich, der ich bin,
nicht mehr der ich bin, sein werde?

~

In English:
Auf Englisch:

When I was 8, I lived in northern Germany, in the shadow of Hamburg, one of the homes of my ancestors. My house was then German. My school was German. My food was German. My friends were German. I was German. But my parents were American, and I believed my role in the family was to make them more German.

I coached them in the language and foods and culture and history of Schleswig-Holstein, the region where we lived, which for centuries had been alternately independent, Danish, or German – or occasionally at war over which affiliation to honor.

I was the emissary between my family – my father, my mother, my young brother – and the world outside, correcting my father when he joined me and my friends outside and proclaimed, “Don’t shit!” when he meant “Don’t shoot,” or explaining to my mother that Haiko was telling her the neighborhood girls were trying to pull his pants down – after she had said, “Ja, Haiko! Das ist gut,” (“Yes, Haiko – That is good”), because she didn’t understand him and she wanted him to leave our yard so she could clean.

I could be the phrase book in the restaurant called Alster Au, where I always ordered chicken soup because it was layers richer than anything I had ever tasted – and in other restaurants, where I always ordered the trout native to northern Europe because I was amused when the fish chef rolled his cart to our table and deboned the fish for me, grinning his amusement at doing it for a young child who was not supposed to have such sophisticated tastes.

I was the young German child my mother emerged to chase from her backyard because she wanted quiet that afternoon – and she had not recognized my voice after I had become fluent in the same language that she struggled with at the market across Heegbarg Strasse when she needed to order that evening’s ground beef by the quarter pound.

I was the young German child who translated between my young German friends and my engineer father, who could communicate in German when the subject was fluid dynamics, but was still awkward talking about bicycles and sandlots and third grade.

It was a dramatic and invigorating role for an 8- and 9-year-old to play, a role I held for the entire year we lived in Poppenbüttel, and when we traveled from there to Darmstadt, to Oslo, to the Netherlands, to Glasgow – even when our hosts spoke flawless English or were themselves English or Scottish. It was comfortable for me to be as German as my grandfather, to be the newest German in the family lineage and to know that if I had been sitting at Grandmother Krollpfeiffer’s table in the United States, she could not have used her German to shut me out of the grown-up conversation.

Fräulein Holve and Alstereder School, Fräulein Evers and her cigarettes, Olaf and his explosive smile, Henrietta and her delicate hands and soft voice, Knut who always seemed to be serious about something out of my field of view, Mr. and Mrs. Jung and their warm welcomes, my bicycle with the straight handlebars, the ease of the townhouse neighborhood filled with the ever-rotating roster of friends and colleagues, The Sandman announcing bedtime, the tiny second-floor bathtub with the slanted ceiling, the safe bed where my parents had been reading me books in English so I would remember my native language – all gone in the time it took to pack and leave for the S.S. United States for our voyage home, where everything had changed and the only prize was once again seeing my dog.

My life in Poppenbüttel changed me. My life in Poppenbüttel was me. In some ways, when my life in Poppenbüttel ended, I ended being who I was. This may be why the movie I most closely relate to is Wim Wenders’s “Wings of Desire,” from which I borrow a bit of verse written by Peter Handke, from “Song of Childhood”:

How can it be that the I, who I am,
didn’t exist before I came to be,
and that, someday, the I who I am,
will no longer be who I am?

6 thoughts on “So Deutsch wie mein Großvater

    • I’m thrilled that you enjoyed it. Yes, there are subtleties in each language that the other does not pick up. (I am sure my 50-year absence from actively speaking/writing German doesn’t help!)

  1. Hi, John! What a wonderful telling of your boyhood experience! You have kept this under wraps for all these years – keep at it and please, yes, please keep sharing it!

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